Welche Käufergruppen gibt es?

Die aktuell am Markt aktiven Käufergruppen können grundsätzlich in drei Gruppen eingeteilt werden:

  1. Institutionelle (Finanz-) Investoren
  2. Strategische Käufer
  3. Management-Buy-In/Buy-Out

c. Management-Buy-In

Gerade auch in Corona-Zeiten werden immer wieder fähige Führungskräfte und Manager freigesetzt, die entweder wirtschaftlich bedingt das Unternehmen verlassen müssen, oder schlicht weg keine Lust mehr auf „Mechanismen“ haben, die in großen Unternehmen zu Aufstieg und Einkommen führen, nämlich „sichern und sägen“. Diese Manager verlassen dann mit einer „ordentlichen“ Abfindung das Unternehmen, haben aber noch genügend Energie und den Wunsch, jetzt ihr „eigenes Ding“ zu machen. Aufgefüllt mit privatem Kapital oder durch Bankdarlehen (je nach Sicherheitensituation) machen sich diese Führungskräfte dann auf die Suche nach einem attraktiven Objekt, um nicht mehr für die Taschen anderer Manager, sondern für die eigenen zu arbeiten. Das nennt man „Management-Buy-In“.

Vorteile

Erstens haben sie jede Menge Ehrgeiz, Energie und „Drive“, noch einmal etwas zu bewegen. Sie hängen sich noch einmal voll rein und wollen das erworbene Unternehmen noch einmal einen großen Schritt weiterbringen.

Zweitens haben Sie i.d.R. gute Branchenkenntnisse und verfügen über weitreichende Kontakte und ein gutes Netzwerk; das macht vieles einfacher und öffnet neue Türen für das übernommene Unternehmen.

Im Gegensatz zu den institutionellen Investoren, die ja keine Management-Kapazitäten mitbringen, bringt der Übernehmende natürlich Know-How und Kapazitäten mit, die einen schnelleren Ausstieg des Verkäufers ermöglichen.

Nachteile

Wo Vorteile sind, sind auch Nachteile. Der „Haken“ an dieser Interessentengruppe liegt darin, dass sie natürlich im eigenen Interesse sehr genau „hingucken“, viele kritische Fragen stellen und am Ende oftmals auch nicht über die notwendigen bzw. geforderten Mittel verfügen oder bereit sind, den geforderten Kaufpreis zu zahlen.

c. Management-Buy-Out

Eine ähnliche Käufergruppe sind die „Management-Buy-Out-Interessenten“. Das sind – ebenso wie die „Management-Buy-In-Interessenten“ Führungskräfte, die im Unterschied zu den „externen“ Interessenten aus dem zu verkaufenden Unternehmen selbst kommen, also leitende Angestellte des zu verkaufenden Unternehmens sind.

Vorteile

Ein Vorteile dieser Käufergruppe ist beispielsweise, dass Sie das Unternehmen bereits in- und auswendig kennen und haargenau wissen, auf was Sie sich einlassen. Außerdem stellen Sie für alle „externen“, also Kunden, Banken, Lieferanten und Geschäftspartner einen „Garanten“ für Kontinuität dar. Diese Interessentengruppe ist geneigt, erst einmal alles „geradeaus“ weiter zu fahren, um dann eher geräuschlose und unauffällige Änderungen durchzuführen, was viel Ruhe und Kontinuität nach außen signalisiert. Des Weiteren kennen die restlichen Mitarbeiter die Führungskräfte bereits und wissen, wie diese „ticken“ und was sie in Zukunft erwartet.

Nachteile

So wie alle anderen Interessentengruppen, hat auch diese Gruppe gewisse Nachteile. Zum einen verfügen Sie meist nicht über ausreichende finanzielle Mittel, um den Verkauf zu vollziehen und bringen auch meist nicht genügend Sicherheiten für die Bank mit, um eine externe Finanzierung zu erreichen. Was für „Externe“ erstmal wie ein Vorteil wirkt, nämlich die Kontinuität in der Ausrichtung, kann natürlich auch ein Nachteil sein, wenn das Unternehmen dringend eine Neuausrichtung braucht und diese ausbleibt, „weil man es ja nicht anders kennt“.

Fazit

Damit schließen wir die Betrachtung der Interessentengruppen ab und hoffen, dass Sie nun einen guten Überblick über die Optionen auf der Käuferseite haben, so dass Sie als Verkäufer die richtige Wahl für Ihr Unternehmen treffen können.

Die Zeit für einen Verkauf ist besser denn je und viele Käufergruppen drängen in den Markt. Sicher ist der ein oder andere von Ihnen auch schon angesprochen worden. Wenn ja, dann wenden Sie sich gerne an uns, um sie in diesem doch recht wichtigen und schwierigen Prozess zu begleiten, denn mit keiner anderen unternehmerischen Entscheidung kann man so viel Geld gewinnen oder verlieren, wie mit dem Unternehmensverkauf.

Deshalb: Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine Option in dieser Richtung erhalten; wir beraten Sie neutral, wie diese zu bewerten ist.

Bis dahin wünschen wir Ihnen den Erfolg des Tüchtigen!